Im wahrsten Sinne die Nase vorn hat unser Vierbeiner, wenn es um sein am stärksten ausgeprägtes Sinnesorgan, den Geruchsinn geht. Mit ca. 225 Millionen Riechzellen — Menschen haben gerade einmal fünf bis sieben Millionen — lässt er uns weit hinter sich. Feinen Hundenasen entgeht nichts und ihre Welt mit der Nase zu erkunden, ist und bleibt für sie das allergrößte Erlebnis.

 

Von Geburt an, können unsere vierbeinigen Lieblinge problemlos Geruchsnuancen unterscheiden und Fährten aufnehmen. Du zeigst ihm, wonach er suchen soll und schon geht der Spaß los, der zusätzlich durch das bewusste Einsetzen der Nase und das beharrliche Verfolgen einer Spur die geistige und körperliche Auslastung der Tiere fördert. Zwanzig Minuten Kopf- und Nasenarbeit kann nicht nur eine willkommene Abwechslung in den Hundealltag bringen, sondern ist außerdem gleichzusetzen mit einem dreistündigen Spaziergang.

 

Erfolgreich schnüffeln

Die Rasse ist für den erfolgreichen Schnüffelspaß nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass Du zu Beginn eine Fährte legst, deren Startpunkt deutlich markiert und erkennbar ist – für Dich und Deinen Vierbeiner. Bereite deinen Schnüffelprofi durch immer wiederkehrende Rituale und Startsignale auf die Arbeit vor, um sie ihm zu erleichtern. Diese sollten nach der Festlegung nicht abgewandelt werden, damit der Hund an Sicherheit gewinnt.

 

Spurenleger und Spurenjäger

Übung macht den Meister, das ist klar. Aber wie übst Du richtig mit Deinem Hund das Spurenlesen? Selbstverständlich müsst ihr beide erst einmal Erfahrungen sammeln, damit die Nasenarbeit von Erfolg gekrönt ist und euch beiden langfristig Spaß macht. Lege anfangs eine sehr deutliche Duftspur, die von Deinem Liebling leichter zu erschnüffeln ist. Dafür gehst Du langsam mit dem Suchobjekt die gewählte Strecke entlang, so wird der Geruch intensiver, und legst das Objekt am Ende der Fährte auf den Boden. In einem Bogen, ohne die Fährte nochmals zu berühren, geht es zurück zum wartenden Vierbeiner. Achte darauf, dass die Fährte anfangs nicht zu lang ist – zehn Meter sind zu Beginn eine gute Länge. Wenn der Hund diese Spur konzentriert ausschnüffeln kann, kannst Du die Fährtenlänge langsam, um nicht mehr als zwei Meter, verlängern. Achte darauf, Deinen Vierbeiner nicht zu überfordern, damit er den Spaß an der Schnüffelei nicht verliert.